Sobald die Temperaturen in Schwerin unter null fallen und der Wind vom Pfaffenteich herüberpfeift, merken viele Kundinnen und Kunden im Esref Aytas Hair Studio: Mit den Haaren stimmt etwas nicht. Sie fühlen sich trocken an, stehen ab, die Spitzen brechen schneller. Das ist kein Zufall. Winter ist für dein Haar eine echte Belastungsprobe, und zwar aus gleich mehreren Gründen. Die gute Nachricht: Mit ein paar gezielten Anpassungen in deiner Pflegeroutine kommst du entspannt durch die kalten Monate.
Warum Winter dem Haar zusetzt
Draussen Minusgrade, drinnen trockene Heizungsluft. Dieser ständige Wechsel zwischen kalt und warm stresst die Haarstruktur enorm. Die trockene Luft in beheizten Räumen entzieht dem Haar Feuchtigkeit, während Kälte und Wind die äussere Schuppenschicht aufrauen. Das Ergebnis: Das Haar verliert seinen Glanz, wird spröde und lässt sich schwerer bändigen.
In Norddeutschland kommt noch der Faktor Feuchtigkeit dazu. Die Luft draussen ist zwar kalt, aber oft feucht. Dein Haar nimmt diese Feuchtigkeit auf, quillt leicht an und wird kraus. Kaum bist du im warmen Büro, trocknet alles wieder aus. Dieses Hin und Her über Wochen und Monate hinterlässt Spuren.
Seltener waschen, milder waschen
Viele greifen im Winter reflexartig häufiger zum Shampoo, weil die Haare unter der Mütze plattgedrückt sind oder sich „nicht frisch" anfühlen. Das Gegenteil wäre besser. Jede Haarwäsche entzieht dem Haar natürliche Öle, die es gerade jetzt als Schutzschicht dringend braucht.
Zwei bis drei Wäschen pro Woche reichen für die meisten Haartypen völlig aus. Und: Achte auf ein mildes, sulfatfreies Shampoo. Sulfate reinigen zwar gründlich, trocknen das Haar aber zusätzlich aus. Ein Shampoo mit pflegenden Inhaltsstoffen wie Panthenol oder pflanzlichem Glycerin schont Haar und Kopfhaut gleich doppelt.
Noch ein Tipp, den Esref Aytas im Salon immer wieder gibt: Wasch dein Haar mit lauwarmem Wasser, nicht heiss. Heisses Wasser öffnet die Schuppenschicht und entzieht Feuchtigkeit. Zum Ausspülen darf es gerne etwas kühler sein, das schliesst die Schuppenschicht und bringt Glanz.
Feuchtigkeit: Das A und O der Winterpflege
Trockene Haare im Winter sind fast immer ein Feuchtigkeitsproblem. Was hilft? Regelmässig eine Haarkur oder Haarmaske einarbeiten. Einmal pro Woche, mindestens zehn Minuten Einwirkzeit, nicht nur kurz drüberstreichen und sofort auswaschen.
Gute Inhaltsstoffe für Winterkuren sind Arganöl, Sheabutter, Hyaluronsäure oder Keratin. Diese Stoffe dringen in die Haarstruktur ein und speichern dort Feuchtigkeit. Für den Alltag lohnt sich ein Leave-in-Conditioner oder ein paar Tropfen Haaröl in den Spitzen. Beides legt einen feinen Schutzfilm um das Haar und verhindert, dass die Feuchtigkeit so schnell entweicht.
Falls dein Haar besonders stark beansprucht ist (zum Beispiel durch eine Blondierung oder regelmässiges Hitzestyling), frag bei deinem nächsten Salonbesuch nach einer professionellen Intensivpflege. Behandlungen wie Olaplex oder vergleichbare Bond-Builder reparieren die Haarstruktur von innen und machen einen spürbaren Unterschied.
Mützen-Haare: platt, elektrisch, nervig
Mützen sind im Schweriner Winter unverzichtbar, aber sie hinterlassen oft platte Ansätze und fliegende Haare. Gegen die statische Aufladung helfen ein paar einfache Tricks.
Erstens: Mützen aus Naturmaterialien wie Wolle, Kaschmir oder Baumwolle laden das Haar weniger auf als Synthetik. Zweitens: Ein kleiner Spritzer Anti-Frizz-Serum oder Haaröl in den Längen vor dem Aufsetzen der Mütze reduziert die Reibung. Und drittens: Wenn du die Mütze abnimmst, nicht sofort mit den Händen durchs Haar fahren. Besser den Kopf kurz überkopf schütteln, damit das Volumen am Ansatz zurückkommt.
Gegen den platten Ansatz hilft auch ein Trockenshampoo. Ein bisschen am Ansatz einmassieren, kurz einwirken lassen, dann ausbürsten. Das gibt sofort mehr Griffigkeit und Volumen, ganz ohne Nachstylen.
Hitze beim Styling reduzieren
Im Winter tendieren viele dazu, das Haar morgens schnell durchzuföhnen, weil man mit nassen Haaren nicht rausgehen will. Verständlich. Trotzdem: Übertreib es nicht mit der Hitze. Glätteisen, Lockenstab und Föhn auf höchster Stufe strapazieren die ohnehin trockene Haarstruktur zusätzlich.
Hitzeschutzspray ist Pflicht, bei jedem einzelnen Einsatz von Hitze-Tools. Trag es auf das handtuchtrockene Haar auf, bevor du zum Föhn greifst. Beim Föhnen selbst reicht oft die mittlere Temperaturstufe völlig aus. Und wenn du ein Glätteisen nutzt, stell es auf maximal 180 Grad. Alles darüber schadet mehr, als es bringt.
Noch besser: Lass dein Haar so oft wie möglich an der Luft trocknen. Falls du abends duschst, wickle es locker in ein Mikrofaserhandtuch und lass es über Nacht trocknen. Klassische Frottee-Handtücher rauen die Schuppenschicht auf; Mikrofaser ist sanfter und saugt trotzdem effektiv.
Spliss im Winter vorbeugen
Trockene Luft, Reibung durch Schals und Kragen, statische Aufladung: All das begünstigt Spliss. Gespaltene Spitzen lassen sich leider nicht reparieren, egal was manche Produkte versprechen. Der einzige Weg, Spliss loszuwerden, ist die Schere.
Genau deshalb empfiehlt das Esref Aytas Hair Studio, gerade im Winter regelmässig die Spitzen schneiden zu lassen. Alle acht bis zehn Wochen reicht aus. Es müssen keine drei Zentimeter sein, oft genügt ein halber Zentimeter. Das Haar sieht sofort gepflegter aus und bricht weniger weiter auf.
Zwischen den Friseurterminen schützt du deine Spitzen am besten mit einem Haaröl oder einem Spitzenfluid. Abends ein paar Tropfen in die Enden einarbeiten, und am nächsten Morgen fühlen sich die Spitzen geschmeidiger an. Auch eine lockere Flechtfrisur oder ein tiefer Zopf schützen die Haarenden vor Reibung am Schal oder Jackenkragen.
Von innen pflegen: Ernährung zählt
Gesundes Haar wächst von innen. Was du isst, hat direkten Einfluss darauf, wie kräftig und glänzend dein Haar nachwächst. Im Winter, wenn frisches Obst und Gemüse seltener auf dem Teller landen, gerät die Nährstoffversorgung schnell ins Hintertreffen.
Besonders wichtig für starkes Haar sind:
- Biotin (Vitamin B7), enthalten in Eiern, Nüssen und Haferflocken
- Zink, zum Beispiel aus Kürbiskernen, Linsen und Rindfleisch
- Omega-3-Fettsäuren, reichlich in fettem Fisch wie Lachs und Makrele, aber auch in Walnüssen und Leinsamen
- Eisen, aus Spinat, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten
- Vitamin D, das im Winter bei vielen Menschen zu kurz kommt (ein Bluttest beim Hausarzt zeigt, ob eine Ergänzung sinnvoll ist)
Und trink genug Wasser. Klingt banal, wird im Winter aber gerne vergessen, weil man weniger Durst verspürt als im Sommer. Anderthalb bis zwei Liter am Tag halten Haut und Haar von innen hydratisiert.
Dein Winterfahrplan für gesundes Haar
Du brauchst keine zehn neuen Produkte und keine komplett neue Routine. Ein paar gezielte Anpassungen reichen, um dein Haar gut durch den Winter zu bringen. Hier nochmal die Kernpunkte:
- Seltener waschen und auf milde, sulfatfreie Shampoos umsteigen
- Einmal pro Woche eine feuchtigkeitsspendende Haarkur einplanen
- Haaröl oder Leave-in-Conditioner für die Spitzen nutzen
- Mützen aus Naturmaterialien tragen und Anti-Frizz-Produkte verwenden
- Hitze beim Styling reduzieren, Hitzeschutz immer auftragen
- Spitzen regelmässig nachschneiden lassen
- Auf eine ausgewogene Ernährung mit haarfreundlichen Nährstoffen achten
Falls du unsicher bist, welche Produkte zu deinem Haartyp passen oder ob dein Haar gerade eine professionelle Behandlung braucht: Im Esref Aytas Hair Studio in der Fritz-Reuter-Strasse 57 in Schwerin bekommst du eine ehrliche Einschätzung. Die ersten 15 Minuten Beratung sind kostenlos, und du gehst ohne Kaufdruck raus. Termin online buchen oder einfach vorbeikommen.